Warum die erste Idee selten die beste ist 

Manchmal ist sie sofort da. Ein Satz. Ein Bild. Eine Idee, bei der alle denken: Das könnte es sein. Das ist ein ziemlich gutes Gefühl. Für uns aber noch lange kein Grund, aufzuhören.

Denn wenn wir Kampagnen, Claims oder andere kreative Lösungen entwickeln, wollen wir nicht nur eine gute Idee finden. Wir wollen herausfinden, ob es noch eine bessere gibt. Und dafür muss die erste Idee erst einmal Konkurrenz bekommen.

 

Wir geben Ideen Raum zum Wachsen

Kreativität lässt sich nicht auf Knopfdruck einschalten. Man kann aber Bedingungen schaffen, unter denen gute Ideen wahrscheinlicher werden. Deshalb nutzen wir bei LIVING CONCEPT unterschiedliche Kreativtechniken, um erste Gedanken weiterzuentwickeln, neue Perspektiven einzunehmen und bewusst aus gewohnten Denkmustern auszubrechen.

Wir wechseln Blickwinkel. Stellen Annahmen infrage. Übertreiben bewusst. Kombinieren Dinge, die zunächst nicht zusammengehören. Denken vom Gegenteil aus. Oder fragen uns, wie jemand völlig anderes die Aufgabe lösen würde.

Nicht jede Methode passt zu jeder Aufgabe. Und längst nicht jede Idee, die dabei entsteht, schafft es bis zur Präsentation. Das soll sie aber auch gar nicht.

 

Erst öffnen. Dann bewerten.

Gerade am Anfang eines kreativen Prozesses versuchen wir, Ideen nicht zu früh zu bewerten. Denn wer nach jedem Gedanken sofort fragt, ob er realistisch, bezahlbar oder präsentationsfähig ist, kommt häufig nicht besonders weit.

Deshalb öffnen wir zunächst den Raum. Aus einer Idee werden fünf. Aus fünf vielleicht zwanzig. Viele fliegen sofort wieder raus. Andere entwickeln sich weiter. Und manchmal ergeben zwei zunächst noch nicht richtig greifbare Gedanken zusammen plötzlich die perfekte Richtung.

Erst danach wird konkret verdichtet: 

Was passt wirklich zur Strategie? Was stärkt die Marke? Was erreicht die Zielgruppe am sinnvollsten? Was lässt sich über unterschiedliche Kanäle optimal spielen? Was ist realistisch umsetzbar? Und vor allem: Welche Idee löst die eigentliche Aufgabe mit Abstand am besten?

 

Kreativtechniken ersetzen keine Kreativität

Sie helfen uns aber dabei, sie herauszufordern. Alle unsere Kreativen bringen Erfahrung, Intuition und ein extrem gutes Gespür für Kommunikation mit. Gleichzeitig greifen auch erfahrene Menschen wie wir gerne auf bekannte Muster zurück. So sind wir Menschen nun einmal gestrickt. 

Kreativtechniken helfen dabei, diese Muster bewusst zu verlassen. Nicht als starres Schema und schon gar nicht nach dem Prinzip: Methode rein, gute Idee raus. Sondern als Impuls, noch einmal anders zu denken. Genau deshalb gehört für uns beides zusammen: der kreative Einfall und ein strukturierter Prozess, der ihm die Chance gibt, besser zu werden.

 

Und manchmal gewinnt doch die erste Idee

Das passiert tatsächlich. :) Wir entwickeln unterschiedliche Richtungen, diskutieren, verwerfen, kombinieren … und landen am Ende wieder bei dem Gedanken, der schon ganz am Anfang auf dem Tisch lag. Dann war die erste Idee offenbar ziemlich gut. Der entscheidende Unterschied: Jetzt wissen wir es wirklich!

Wir haben uns nicht für sie entschieden, weil uns nichts anderes eingefallen ist. Sondern weil sie sich gegen echte Alternativen durchgesetzt hat.

 

Unser Fazit

Wir glauben an gute Einfälle. Aber wir verlassen uns nicht allein darauf. Deshalb geben wir Ideen Raum zum Wachsen, nutzen Kreativtechniken, um neue Richtungen zu entdecken, und prüfen am Ende sehr genau, welcher Ansatz die Aufgabe am besten löst.

Denn manchmal ist die erste Idee tatsächlich die beste. Man sollte ihr nur die Chance geben, das zu beweisen.